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Die DRK-Schwesternschaft Lübeck e.V. im Wandel der Zeit

Wie alles begann

1903

Gründung der DRK-Schwesternschaft Lübeck durch den Vaterländischen Frauenverein Lübeck. Die drei ersten Privatpflegerinnen wurden über eine Schwesternstation in der Fleischhauerstraße eingesetzt. Initiativgedanke für die Gründung war, dass es in Lübeck und Umgebung einen Mangel an gut geschulten Schwestern gab. Es ging in erster Linie darum, die Gesundheitsversorgung zu verbessern.

Oberin Johanna Wünneberg war die erste Leiterin der Schwesternschaft im Schwesternheim vom Roten Kreuz.

 

1908

103_content_1545001201_267_historie1935.png

Erste Arbeitsgebiete waren

  • Kleine Klinik des Vaterländischen Frauenvereins Lübeck in der Moltkestraße
  • Fürsorgeeinrichtungen der Stadt Lübeck
  • Gemeindepflege und Altenpflege.


 

 



 

1909

Die DRK-Schwesternschaft schloss den ersten Gestellungsvertrag mit dem Lübecker Allgemeinen Krankenhaus, der heutigen Sana Kliniken Lübeck GmbH.

Dort waren 11 Rotkreuzschwestern im Einsatz.

 

1913

Bis 1913 wurden die Schülerinnen im Berliner Rittberg-Krankenhaus ausgebildet.

Auf Initiative der Schwesternschaft gründete der Senat der Hansestadt Lübeck dann eine eigene Krankenpflegeschule mit anfänglich sechs Schülerinnen. Diese Schule wurde 1938 durch das erste Krankenpflegegesetz auf Reichsebene staatlich anerkannt. Seitdem unterrichten dort Mitglieder der DRK-Schwesternschaft.

1936 übernahm die DRK-Schwesternschaft Lübeck die Kinderkrankenpflegeschule am Städtischen Krankenhaus.

103_content_1545001201_266_historie1913.pngAuch in der Betreuung der Kriegsversehrten fehlten qualifizierte Pflegekräfte: Daher versorgten während und nach dem Ersten Weltkrieg insgesamt mehr als 150 Lübecker Rotkreuzschwestern das Baracken-Lazarett auf dem Burgfeld, eine Fürsorgestation, 22 Gemeinden in Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie kleinere Krankenhäuser in Mecklenburg, Heilstätten der LVA und das Lazarett Neumünster.

Während des Ersten und Zweiten Weltkrieges waren Rotkreuzschwestern aus Lübeck im Kriegssanitätsdienst u. a. in Frankreich, Russland, Norwegen und Italien tätig.                      
 

1935

103_content_1545001201_268_historie1935.pngDer Vaterländische Frauenverein vom Roten Kreuz erwarb das Grundstück des heutigen Mutterhauses mit der Hornschen Villa in der Marlistraße 10. Sofort wurde begonnen, an das Patrizierhaus eine moderne Klinik anzubauen, die bereits 1938 bezogen wurde. Das Krankenhaus Rotes Kreuz öffnete mit einer eigenen Vorschule die Pforten.

Die Kleine Klinik in der Moltkestraße, die bisher auch als Mutterhaus gedient hatte, wurde aufgegeben.

Seit 1960 gehören das Mutterhaus, das Krankenhaus und das Grundstück, auf dem beide stehen, der DRK-Schwesternschaft Lübeck e.V.

 

1937

Die Lübecker Rotkreuzschwestern wurden erstmals auch in der Kinderklinik eingesetzt.

 

1944/45

Viele hundert Flüchtlingsschwestern kamen aus den Mutterhäusern Stolp und Posen, fanden in Lübeck ihr neues Zuhause und halfen mit den immer größer werdenden Anforderungen gerecht zu werden. In vielen Schulen und Pensionen wurden weitere Lazarette eingerichtet, denn zu Wasser und zu Lande strömten unzählige Lazaretteinheiten in die Stadt.
 

 

1956

Oberin Erika Gerstung konnte in der Bonnusstraße 3 bei der St. Gertrud Kirche das DRK-Schwesternwohnheim "Feierabendhaus" bauen, welches 1957 eingeweiht wurde.

1988 bekam das Pflegewohnheim der DRK-Schwesternschaft Lübeck nach erheblichen Umbau- und Renovierungsarbeiten den heutigen Namen Erika-Gerstung-Haus – benannt nach seiner Gründerin.

 

1957

Vergrößerung der Vorschule auf 20 Plätze

Gerade in den 1950-er Jahren herrschte großer Schwesternmangel. Hinzu kam, dass 1954 bis 1957 Lübecker Rotkreuzschwestern im DRK-Hospital Pusan/Korea waren. Die DRK-Schwesternschaft Lübeck hat sich als Teil der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung satzungsgemäß an unzähligen Einsätzen des DRK beteiligt. Die DRK-Schwesternschaft Lübeck war während dieser Zeit sehr gefordert, konnte aber trotzdem alle ihre Verpflichtungen erfüllen.

Während des Vietnamkrieges waren Schwestern auf dem Hospitalschiff Helgoland im Einsatz, 1984/85 in Thailand im großen Flüchtlingslager Khao-I-Dang, 1994 in Kenia zur Flüchtlingsversorgung und 1997/98 in Kroatien während der Kosovo-Krise.

 

1993

103_content_1545001201_269_historie1993.pngEröffnung der Kindertagesstätte mit Kindern im Alter von 1 ½ bis anfänglich noch 12 Jahren – die Einteilung erfolgt in zwei Altersgruppen. Die Öffnungszeiten sind an die Dienstzeiten angepasst, von 6 bis 21 Uhr.

Die KiTa bietet heute – nach der Erweiterung 1994 – bis zu 73 Kindern Platz. Mittlerweile hat sich das gruppenfreie Konzept gut etabliert und das Angebot reicht von Rhythmik, Erste-Hilfe-Kurse für Kinder bis hin zu Wald- und Parkwochen. 13 pädagogische Fachkräfte betreuen die Kinder.
 

2002

Die Schwesternschaft übernahm zusammen mit der Röpersbergklinik vom Land Schleswig-Holstein den Auftrag geriatrische Patienten zu versorgen. Dieser Auftrag erforderte Baumaßnahmen am Krankenhaus. Das DRK-Therapiezentraum Marli im Krankenhaus Rotes Kreuz begann mit 40 stationären Betten und 24 tagesklinischen Plätzen seinen Versorgungsauftrag.

2005 begann für das Rotkreuz-Krankenhaus ein neuer Abschnitt: Der Name änderte sich in Krankenhaus Rotes Kreuz Lübeck -Geriatriezentrum-. Auch die Therapiemöglichkeiten wurden erweitert. Ende 2006 wurde zudem ein Bewegungsbad fertig gestellt. Das Geriatriezentrum verfügte damals schon über 64 stationäre und weiterhin 24 tagesklinische Betten.

103_content_1545001201_270_historie2002.png2010 wurde der Erweiterungsbau eingeweiht. Die Stationen 4 bis 8 befinden sich im Rabenhorst 1. Heute gibt es acht geriatrische Stationen, eine geriatrische Tagesklinik und eine ambulante geriatrische Rehabilitation mit 144 stationären und 23 teilstationären Plätzen.



 

 

2004

Die Schwesternschaft erhielt von der Hansestadt Lübeck den Auftrag der AIDS-Pflege. Ziel ist die Sicherung der ambulanten Versorgung von Menschen mit HIV und bereits an AIDS erkrankten Patienten sowie deren An- und Zugehörige in Lübeck.
Das Angebot reicht heute von Beratung und Begleitung bis hin zur Anleitung.
 

2006

An der Erika-Gerstung-Straße 1 wurde ein Erweiterungsbau für das Erika-Gerstung-Haus errichtet. Seit dieser zeit finden 103 Bewohner dort ihr neus Zuhause.

 

2009

Implementierung eines ersten ausbildungsbegleitenden Studienganges - Bachelor of Arts in Nursing im Bundesland Schleswig-Holstein. Der Studiengang erfolgt in Kooperation mit der Steinbeis-Hochschule-Berlin - Steinbeis Business Academy. Der Abschluss "Bachelor of Arts" ist ein erster akademischer Hochschulgrad und ermöglicht ein weiterführendes Aufbaustudium an einer Hochschule. Die Studiendauer beträgt 48 Monate.

 

2010

Seit 01. Februar 2010 ist das Krankenhaus Rotes Kreuz Lübeck -Geriatriezentrum -
Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität zu Lübeck

Im Mai 2010 wird der Erweiterungsbau im Rabenhorst des Krankenhauses Rotes Kreuz Lübeck -Geriatriezentrum- eröffnet.

Seit November 2010 wird der Studiengang - Bachelor of Arts in Nursing auch berufsbegleitend durch die DRK-Schwesternschaft Lübeck e.V. mit der Steinbeis-Hochschule-Berlin - Steinbeis Business Academy angeboten. Die Studiendauer beträgt 36 Monate.

 

2011

Seit September 2011 bietet die DRK-Schwesternschaft Lübeck das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im Krankenhaus Rotes Kreuz Lübeck -Geriatriezentrum-, dem Erika-Gerstung-Haus, der Kindertagesstätte der DRK-Schwesternschaft sowie in den Sana Kliniken Lübeck GmbH an.

 

2012

Start der ersten Gruppe von Ehrenamtlichen der DRK-Schwesternschaft Lübeck e.V. im Krankenhaus Rotes Kreuz Lübeck -Geriatriezentrum-, Erika-Gerstung-Haus und den Sana Kliniken Lübeck GmbH.

 

2013

Seit 2013 bietet das Krankenhaus Rotes kreuz und die DRK Schwesternschaft Lübeck e.V. in Kooperation mit der AOK Gesundheitskasse "Familiale Pflege - Begleitung pflegender Angehöriger" an.

 

 

2015

Implementierung  des bundesweit ersten Studienganges Bachelor of Science (B.Sc.) - Integrative Gesundheitswissenschaften mit dem Schwerpunkt Geriatrie. Der Studiengang Bachelor of Science -Geriatrie- ist eine Kooperation zwischen der DRK-Schwesternschaft Lübeck e.v. und der Steinbeis Business Academy (SBA).

Das Universitätsklinikum Schleswig – Holstein kündigt den bestehenden Gestellungsvertrag zum 31.12.2015.

 

2016

Am 1.1.2016 wird der ambulante Pflegedienst „Rotkreuzschwestern ambulant in der Billrothstrasse eröffnet
und ist u.a. auch im Quartier St. Jürgen tätig.

 

Oberinnen der Schwesternschaft

Seit 2011       Oberin Martina Egen
1981 - 2010   Oberin Irma Totzki
1968 -1981    Oberin Else Ahlgrim
1947 -1968    Oberin Erika Gerstung
1934 -1948    Oberin Ottilie Schäfer
1923 -1934    Oberin Milka Gauda
1909 -1923    Oberin Katharina Braunschmidt
1908 -1909    Oberin Johanna Wünneberg